Am Donnerstag, dem 18. Juni 2026 fand der 19. SHK-Kongress in Bayern statt. Der Verband hatte sich diesmal für Augsburg als Veranstaltungsort entschieden. Die Stadt mit über zweitausendjähriger Geschichte begrüßte die Mitglieder und Gäste des Verbands wieder in ihren Mauern. Das Hotel Maximilians an der Augsburger Maximilianstraße bot in diesem Jahr den Raum für den Kongress.
Der Einladung zum SHK-Kongress des Arbeitgeberverbandes waren in diesem Jahr der Landesvorsitzende der CGM Bernhart Bauernfeind, der Bezirksvorsitzende von Oberbayern Gerhard Kastner, der Bezirksvorsitzende von Schwaben Siegfried Troyer und der Geschäftsführer Karsten Ristow gefolgt. Der Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Schwarz begrüßte die Gäste und bedankte sich für die Teilnahme am Kongress. Auch zahlreiche Ehrengäste konnte Schwarz begrüßen und sich für ihr Erscheinen bedanken. Ein besonderer Dank galt dem Innungsverband Schwaben für die Ausrichtung der diesjährigen Veranstaltung.
In seiner Rede zur allgemeinen Lage im Land formulierte Schwarz insbesondere in Richtung Politik auf der Ebene von Bund und Land erhebliche Mängel in der Vorgabe und Umsetzung politischer Vorgaben für den Verband. Schwarz wies aber auch darauf hin, dass Vorgaben aus der Politik dringend benötigt werden, um den Weg in die Zukunft gestalten zu können. Schwarz sicherte den Willen und die Kraft zu diesem Weg als Verband auch gehen zu wollen und zu können, wenn die Politik hierfür ihre Hausaufgaben gemacht und entsprechende Vorgaben formuliert hat.
Der Landesinnungsmeister Erich Schulz, selbst aus Augsburg stammend, betonte die Rolle Augsburgs als Weltkulturerbe Stadt für die Wasserwirtschaft und die daraus folgende Verbindung der Stadt zur eigenen Branche. Schulz betonte in der Folge die Attraktivität des Verbandes und seiner Berufe und macht dies auch fest an der Tatsache, dass ein Lehrlingsmangel kein Thema für den Verband wäre. Nicht frei von Sorge, so Schulz, wäre sein Blick auf die Konjunktur und damit auf die gesamte wirtschaftliche Lage unseres Landes. Die fehlende Nachhaltigkeit der Politik sieht Schulz als Problem. Pessimistischer sah Schulz nur in die Zukunft, bezogen auf die Beamtenschaft als Bürokratieabbau er. Seine Forderung in Richtung Politik war eine breite Entlastung bei den Einkommen und hieraus folgend das Ankurbeln unserer Konjunktur insgesamt.
Die diesjährige Festrede wurde von Frau Claudia Kleinert zum Thema „Wetter. Wärme. Wandel – Wie die Klimaentwicklung die SHK-Branche verändert“. Nach ihrer Begrüßung begann Frau Kleinert mit einer Erklärung zum Unterschied von Wetter auf der einen und Klima auf der anderen Seite. Das Wetter so Kleinert betrachtet die Entwicklung von ein paar Tagen, während das Klima Entwicklungen über Jahrhunderte berücksichtigt. Für die Zuverlässigkeit heutiger Wetterprognosen, führt Kleinert aus, dass bei 0-2 Tagen 95%, 3-5 Tage 60% und bei 6-15 Tagen 30% Übereinstimmung erreicht werden. Bei den am häufigsten verwendeten Apps liegt die Zuverlässigkeit bei 2 Tagen für die Vorhersage. Frau Kleiner berichtet von Veränderungen, vor denen wir heute aufgrund des Klimawandels stehen, und welche sich auf unser Leben auswirken werden. Klimaanlagen in Schulen, Krankenhäusern und Altenheimen, aber auch der Einbau solcher Anlagen in der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus werden kommen. Viele dieser Entwicklungen aufgrund des Klimawandels werden unser Leben verändern und wir werden diese Veränderung annehmen müssen. Am Ende der Veranstaltung gingen auch die Vertreter der CGM mit vielen Gedanken in einen heißen Abend hinaus in die Augsburger Altstadt.
von Karsten Ristow, Geschäftsführer
vl.: Karsten Ristow, Gerhard Kastner, Bernhard Bauernfeind, Siegfried Troyer
Dr. Wolfgang Schwarz