V.l.n.r. Gundula Roßbach, Dr. Volker Ullrich MdB

Wie sicher ist unsere Rente? Was können wir tun, um im Alter gut versorgt zu sein? Bleibt unser Rentensystem stabil, wenn die sogenannten Babyboomer in den nächsten Jahren in Rente gehen? Was muss bei der privaten Altersvorsorge passieren? Zu diesen Themen sprach Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Am Donnerstag, den 07.03.2024 kam Gundula Roßbach auf Einladung von Dr. Volker Ullrich MdB in das S-Forum der Stadtbücherei Augsburg. Auch CGM-Mitglieder waren der Einladung des CSA-Landesvorsitzenden gefolgt. Geschäftsführer Karsten Ristow und Hauptvorstandsmitglied Hans Rieß wollten sich über aktuelle Entwicklungen informieren und waren gespannt auf die Einschätzungen der Präsidentin der DRV-Bund. In Ihrem Vortrag berichtete Roßbach zum einen über unser aktuelles System zum anderen über die gerade beschlossenen gesetzlichen Änderungen. Die Bundesregierung will die Rente langfristig auf dem Kapitalmarkt absichern. Damit soll das System ein drittes Standbein erhalten. Hiermit soll es möglich werden das Rentenniveau bei 48% zu halten. Erreicht werden soll dies mit der jährlichen Aufnahme von Schulden, die dann am Kapitalmarkt investiert werden sollen, um zusätzliche Gewinne zu erwirtschaften, die dann das Rentensystem sichern. Bis Mitte der 2030er Jahre soll so ein Kapitalstock von 200 Milliarden Euro aufwachsen. Wirklich einig ist die Ampel in ihrem Vorgehen dabei nicht. Eine langfriste konservative Anlagestrategie soll hierbei nach den Vorgaben des Finanzministeriums zum Erfolg führen. Frau Roßbach merkt an, dass weitere Schritte nötig sein werden, um dem alten Norbert Blüm Spruch „Die Renten sind sicher“ auch in der Zukunft Gültigkeit verleihen zu können. Darüber hinaus berichtete Roßbach über das österreichische Rentensystem und zeigte auf, dass die in beiden Ländern gewachsenen Systeme nicht eins zu eins verglichen werden können. So war dann auch gleich am Anfang der Diskussionsrunde die Frage nach der grundlegenden Veränderung des Deutschen Rentensystem negativ von Präsidentin Roßbach bewertet. Für grundlegende Änderungen würden politische Mehrheiten fehlen. An die Adresse der Politik in Berlin gerichtet, meinte Roßbach, dass es wohl eher Chancen dafür gäbe, die Selbstständigen in das Rentensystem aufzunehmen. In diesem Bereich erwartet sie einen Systemwechsel, weil seit geraumer Zeit viele Selbstständige beim Erreichen des Rentenalters in der Grundsicherung landen. An Volker Ulrich gerichtet, mahnte sie die Notwendigkeit zu handeln an. Nach guten zwei Stunden und einer regen Diskussion am Ende, bedankte sich Volker Ullrich bei allen Teilnehmern und verabschiedete Frau Präsidentin Gundula Roßbach.

von Karsten Ristow, Geschäftsführer

Quelle Deutsche Rentenversicherung Bund