Am Donnerstag, dem 18.06.2026 lud der Oberbürgermeister von Ingolstadt in den Großen Sitzungssaal des Ingolstädter Stadtrats. Hiermit folgt er der bewährten Tradition seiner Vorgänger, in das Gespräch und den Ideenaustausch mit den Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretern aus den Ingolstädter Betrieben zu treten.

Auch in diesem Jahr waren Vertreter der CGM, auf Einladung des Ingolstädter Oberbürgermeisters ins neue Rathaus der Stadt am Rathausplatz gekommen. Der Landesvorsitzende des CGB Bayern, Gerhard Kastner, der Geschäftsführer für Oberbayern und Schwaben, Karsten Ristow, und der Betriebsrat Maximilian Helbig waren der Einladung mit großem Interesse gefolgt.

Nach der Begrüßung durch den Oberbürgermeister Dr. jur. Michael Kern und der Vorstellung der Städtischen Vertreter, wie dem dritten Bürgermeister Christian De Lapuente, dem Geschäftsführer der IFG Ingolstadt, Prof. Dr. Georg Rosenfeld und dem Geschäftsführer und Gesamtleiter der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH (INVG), Dr. Robert Frank, übernahm Christian De Lapuente die Führung für den Ablauf des Treffens.

Der Oberbürgermeister führte weiter in die allgemeine Lage der Stadt Ingolstadt ein und betont ein positives Klima für wirtschaftliche Entwicklung und wies auf aktuelle Erfolge im Bereich der Ansiedlung von Startups Unternehmen aus der Tech-Branche hin. Er betonte die Ansiedlung der Firma Airbus als Teil des Fliegerhorst Manching in ein Gewerbegebiet der Stadt und erklärte im Weiteren auch, dass geringere Gewerbesteuereinnahmen Folgen für die Wirtschaftspolitik der Stadt haben würden. Herr Prof. Dr. Rosenfeld berichtete im Anschluss über wirtschaftliche Projekte und Herausforderungen der Stadt. Ein wichtiger Punkt hier war die Verkehrsinfrastruktur. Insbesondere der Verbleib des ICE-Halts in Ingolstadt wurde von allen Beteiligten hervorgehoben. Hierzu wurde von Seiten der Stadt zugesichert, dass man sich der Tragweite durchaus bewusst ist und alles notwendige unternehmen wolle, dass es bei der bestehenden Bahnanbindung für Fernzüge in Ingolstadt bleibt.

Neben den Städtischen Veranstaltungen und -festen waren auch erweiterte Öffnungszeiten für den Einzelhandel Thema der Diskussion. Vertreter von Verdi wiesen hier auf die hohe Belastung der Mitarbeiter im Einzelhandel hin.

Ein weiterer Punkt in der Fragerunde betraf den Wohnraum für Auszubildende in der Stadt. Das Konzept eines solchen, so wurde von Seiten der Stadt berichtet, sei bisher an der Finanzierung der Betreuung einer solchen Einrichtung gescheitert, weil die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in einem solchen Haus betreut werden müssten.

Auf Nachfrage eines Betriebsrats der Audi zu Taktzeiten am Bahnhalt im Werk wurde beauskunftet, dass Veränderungen hieran wohl erst in ferner Zukunft erwartet werden. Als Grund hierfür wurde die fehlende finanzielle Übernahme der Kosten auf Seiten des Landes Bayern betont. Zur Frage des städtischen Haushalts wurde betont, dass der 66 Millionen Haushalt der Stadt noch nicht freigegeben wäre.

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Oberbürgermeister Michael Kern für den konstruktiven Austausch und kündigte an, auch im nächsten Jahr wieder einladen zu wollen.

von Karsten Ristow, Geschäftsführer

vl.: Maximilian Helbig, Gerhard Kastner, Karsten Ristow