emeinsame Maikundgebung von CSA und CGB

CSU-Landtagsfraktionsvorsitzender Thomas Kreuzer hält die Kundgebungsrede

Ehrung langjähriger CSA-Mitglieder

IMMENSTADT/STEIN. Vor kurzem fand die traditionelle Maikundgebung als gemeinsame Veranstaltung der Christlich Sozialen Arbeitnehmerunion (CSA) im Kreisverband Oberallgäu-Kempten-Lindau und des Christlichen Gewerkschaftsbundes (CGB) Allgäu im Pfarrheim in Stein statt.

CSA-Kreisvorsitzender und Kreisrat Christian Schwarz begrüßte alle Teilnehmer und verwies auf die dramatisch gestiegenen Verbraucherpreise, die hohe Inflationsrate von über 7 Prozent und die bisherige Untätigkeit der Europäischen Zentralbank zur Erhöhung des Leitzinses.

Der Allgäuer CGB-Beauftragte Bruno Wolf verlas den Maiaufruf und betonte, dass sich angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine alle gesellschaftlichen Kräfte der veränderten Sicherheitslage in Europa stellen müssen, um Frieden, Freiheit und die sozialen Errungenschaften zu verteidigen.  

In seiner Kundgebungsrede dankte CSU-Landtagsfraktionsvorsitzender Thomas Kreuzer CSA und CGB für die Durchführung der Veranstaltung. Er machte deutlich, dass CSU-Landtagsfraktion und Bayerische Staatsregierung alles unternommen hätten, um während der Corona-Pandemie die Menschen bestmöglich zu schützen. Seit mehr als zwei Monaten beherrsche nun der Krieg in der Ukraine und das damit verbundene Leid der dortigen Bevölkerung die tägliche Nachrichtenlage.

Kreuzer: „Dieser Krieg ist nicht nur ein Krieg gegen die Ukraine, sondern ein Krieg gegen den Westen, gegen Europa und gegen unseren elementaren Werte.“ 

Rund 150.000 ukrainische Flüchtlinge hätten bisher in Bayern Schutz gefunden, das entspräche etwa einem Drittel aller Menschen, die bisher aus der Ukraine nach Deutschland gekommen sind. Kreuzer dankte den Hilfsorganisationen und den Ehrenamtlichen, ohne deren unermüdlichen Einsatz diese große Herausforderung nicht zu bewältigen wäre.

Der Krieg treffe Deutschland auch in wirtschaftlicher Hinsicht ins Mark, wobei vor allem der Energiesektor und die Lebensmittelversorgung betroffen seien. Der Krieg in der Ukraine zeige auch die Grenzen der Globalisierung und die Bedeutung der sozialen Marktwirtschaft auf, so der Abgeordnete.

Kreuzer: „Ludwig Erhard und seine Mitstreiter setzten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf Wettbewerb, auf den Leistungswillen der Menschen und auf einen Staat, der die Freiheit schützt und gleichzeitig für sozialen Ausgleich sorgt.

Dies sei der Grund dafür, dass wir bis heute viele mittelständische Unternehmen im Land haben, die damals die Basis für das Wirtschaftswunder waren und unseren heutigen Wohlstand sichern. Doch unser Wirtschaftssystem bedürfe auch einer Weiterentwicklung und einer Anpassung an neue Herausforderungen.

„Im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft war es möglich, zu einer ökologischen Ausrichtung unserer Wirtschaft und unserer Produkte zu kommen“ ist Kreuzer überzeugt.

 Nach der Kundgebungsrede ehrte Kreisvorsitzender Christian Schwarz langjährige CSA-Mitglieder für ihre Leistungen und für ihre Verdienste um die Arbeitnehmer im Land. Er dankte ihnen für ihre Treue zur CSU-Arbeitnehmerunion.

So wurden Gebhard Kaiser für 40 Jahre, Alfons Zeller für 50 Jahre und Adolf Grübl für 55 Jahre Mitgliedschaft jeweils mit der Überreichung einer Ehrenurkunde ausgezeichnet.

In geselliger Runde und zur Musik der Gruppe „Gonz gleagele“ klang der Abend aus.

                                                                                                                      Karsten Ristow

Von links nach rechts: Thomas Kreuzer, Gebhard Kaiser, Adolf Grübl, Alfons Zeller und Christian Schwarz

 Fotograf: Bruno Wolf